Südschweden mit Hund - Der Guide
Wer einmal mit dem Hund über die endlosen Wanderwege Südschwedens gelaufen ist oder gemeinsam im Kanu durch die Schärenlandschaft geglitten ist, weiß: Es gibt kaum ein entspannteres Reiseziel für Mensch-Hund-Gespanne. In Schweden gehört der Hund zum Lifestyle dazu, solange man die Spielregeln respektiert. Wir nehmen euch mit auf eine Reise von den weißen Sandstränden Schonens bis tief in die Astrid-Lindgren-Wälder von Småland. Packt die Schleppleine ein – wir zeigen euch, wie euer Roadtrip durch Südschweden mit Hund zum vollen Erfolg wird.
Inhalt
Regionen
Schonen (Skåne) – Karibikflair und Steilküsten
Skåne ist oft das erste, was ihr von Schweden seht, wenn ihr mit der Fähre in Trelleborg oder über die Öresundbrücke ankommt. Für Hunde ist diese Region ein Paradies. Besonders der Osten, Österlen genannt, bietet kilometerlange Sandstrände, die oft so weitläufig sind, dass man sich kaum in die Quere kommt. Ein absolutes Highlight ist die Steilküste von Kullaberg im Nordwesten. Hier könnt ihr gemeinsam über Stock und Stein wandern, während unter euch das Kattegat peitscht. Achtet in den Naturschutzgebieten aber strikt auf die Leinenpflicht – die Schafe und Wildtiere danken es euch.
Blekinge - Sanfte Ostseeküste und kleine Schären
Blekinge liegt zwischen Skåne und Småland an der Ostsee und wird oft als „Garten Schwedens“ bezeichnet. Die Küstenlandschaft ist sanfter als an der Westküste, mit kleinen Schäreninseln, Häfen und viel Wasser. Die Wege sind meist gut zugänglich, die Entfernungen überschaubar. Für Reisende mit Hund bietet Blekinge eine ruhige Alternative zu bekannteren Küstenabschnitten – mit viel Natur, aber weniger Trubel.
Småland – Bullerbü-Idylle und tiefe Wälder
Wenn ihr an das typische Schweden denkt – rote Häuser, blaue Seen, dunkle Wälder – dann meint ihr Småland. Hier ist der Platzmangel ein Fremdwort. Wir lieben Småland vor allem wegen der unzähligen Seen wie dem Bolmen oder dem Åsnen. Fast überall findet ihr kleine, inoffizielle Badestellen, an denen kein Mensch etwas dagegen hat, wenn euer Hund zur Abkühlung ins Wasser springt. In den Nationalparks wie dem Store Mosse könnt ihr auf Holzstegen durch riesige Moorlandschaften wandern – ein Erlebnis, das auch für Hundepfoten sicher und spannend ist.
Lesetipp: Wie sich eine längere Wohnmobiltour durch Schweden anfühlt, zeigt der Reisebericht Roadtrip zum Nordkap mit Hund und Wohnmobil.
Öland & Gotland - Inseln mit Weite und rauer Küste
Die Inseln Öland und Gotland unterscheiden sich deutlich vom schwedischen Festland. Öland ist flach, weitläufig und geprägt von offenen Landschaften, Windmühlen und langen Küstenlinien. Besonders außerhalb der Hauptsaison wirkt die Insel ruhig und fast endlos. Gotland hingegen verbindet raue Küstenabschnitte mit historischen Orten wie Visby. Kalksteinformationen, offene Wiesen und das Meer prägen das Bild. Beide Inseln eignen sich für entspannte Entdeckungstouren, bei denen Natur und Weite im Vordergrund stehen.
Bohuslän & Västergötland – Schärenzauber und Granitfelsen
Die Westküste rund um Bohuslän ist geprägt von Schären, Granitfelsen und kleinen Fischerdörfern. Hier trifft raue Küstenlandschaft auf ruhige Buchten und lange Spazierwege direkt am Meer. Besonders außerhalb der Sommermonate wirkt die Region weitläufig und entspannt. Västergötland schließt sich im Hinterland an und bietet eine Mischung aus Seenlandschaft, offenen Feldern und kleineren Städten wie Göteborg. Die Kombination aus Küste und Binnenland macht die Region vielseitig – von urbanen Parkspaziergängen bis zu Naturerlebnissen im Grünen.
Halland – Dünen und endlose Weite
Die Westküste Schwedens in der Region Halland ist geprägt von weiten Dünenlandschaften und langen Sandstränden. Orte wie Falkenberg oder Varberg bieten spezielle Hundestrandabschnitte, die im Sommer Gold wert sind. Hier ist die Meeresbrise etwas rauer als an der Ostsee, was besonders Hunden mit dickerem Fell zugutekommt. Die Küstenradwege sind zudem perfekt ausgebaut, falls ihr euren Hund im Anhänger oder am Rad mitnehmen möchtet.
Aktivitäten
In Südschweden ist die Natur nicht nur Kulisse, sondern euer persönlicher Spielplatz. Egal, ob euer Hund eine Wasserratte ist oder am liebsten kilometerweit durch das Unterholz schnüffelt – die Möglichkeiten sind so grenzenlos wie die schwedische Weite selbst. Hier sind unsere Favoriten für Action und Entspannung.
Skåne
Strandspaziergang am Sandhammaren in Skåne
Sandhammaren gilt als einer der schönsten Sandstrände Schwedens. Der Strand ist breit, offen und von Dünenlandschaft umgeben. Außerhalb der Hochsaison bietet er viel Platz für ausgedehnte Spaziergänge am Meer. Durch die flache Landschaft entstehen lange Sichtachsen, die den Ort besonders weit wirken lassen. In der Nebensaison ist es hier ruhig, im Sommer sollte man die örtlichen Regelungen für Hunde beachten.
Kullaberg Naturreservat in Skåne
Das Kullaberg Naturreservat im Nordwesten Skånes bietet eine völlig andere Landschaft als die typischen Sandstrände. Steilere Küstenabschnitte, Waldstücke und Aussichtspunkte sorgen für abwechslungsreiche Wanderungen mit Meerblick. Die Wege sind gut markiert, teils anspruchsvoller, aber sehr lohnend. Besonders außerhalb der Hauptsaison wirkt die Gegend ruhig und naturbelassen.
Bildquelle: Visit Skåne - Kullaberg © Aske Jorgensen
Blekinge
Küstenwanderung im Blekinge Archipelago
Das Schärengebiet vor der Küste Blekinges zählt zu den ruhigeren Küstenlandschaften Südschwedens. Rund um Orte wie Karlskrona oder Ronneby führen Wege entlang kleiner Häfen, felsiger Ufer und geschützter Buchten. Die Landschaft wirkt sanfter als an der Westküste, mit viel Wasser und offenen Blickachsen. Besonders außerhalb der Hauptsaison lässt sich hier entspannt spazieren gehen. Die Kombination aus Meer, kleinen Inseln und überschaubaren Entfernungen macht die Region ideal für ruhige Entdeckungstouren mit Hund – ohne den Trubel größerer Tourismuszentren.
Småland
Store Mosse Nationalpark in Småland
Der Store Mosse Nationalpark ist das größte Moorgebiet Südschwedens und wirkt überraschend weitläufig. Holzstege führen durch offene Landschaften, vorbei an Wasserflächen und Grasgebieten. Die Wege sind klar strukturiert, sodass sich die Tour gut planen lässt. Hunde sind erlaubt, sollten jedoch an der Leine geführt werden – besonders während der Brutzeit. Wer eine etwas andere Landschaft als Wald oder Küste erleben möchte, findet hier eine stille, fast nordische Weite.
Rundweg am Åsnen-See in Småland
Der Åsnen-See ist einer der bekanntesten Seen Smålands und bietet zahlreiche Wege direkt am Wasser. Kleine Badebuchten wechseln sich mit Waldabschnitten ab, die Wege sind meist gut begehbar und wenig frequentiert. Die Kombination aus Wasser, Wald und weiter Landschaft sorgt für eine ruhige Atmosphäre. Besonders an wärmeren Tagen bieten die Uferbereiche angenehme Abkühlung, während die Waldstücke Schatten und Abwechslung bringen.
Bildquelle: Visit Småland - Åsnen Nationalpark
Öland & Gotland
Spaziergang entlang der Raukenküste bei Langhammars auf Gotland
An der Nordwestküste Gotlands ragen die bekannten Kalksteinformationen – die sogenannten Rauken – direkt am Meer in die Höhe. Der Weg bei Langhammars führt entlang dieser Felsformationen und bietet weite Blicke über die Ostsee. Die Landschaft wirkt rauer und markanter als in vielen anderen Teilen Südschwedens. Besonders am frühen Morgen oder späten Nachmittag entsteht hier eine besondere Stimmung zwischen Felsen, Meer und Wind.
Bohuslän & Västergötland
Schärenwanderung bei Smögen in Bohuslän
Die glatt geschliffenen Granitfelsen rund um Smögen gehören zu den eindrucksvollsten Küstenlandschaften Südschwedens. Wege führen direkt am Meer entlang, über Felsen und vorbei an kleinen Buchten. Besonders in der Nebensaison wirkt die Region ruhig und weitläufig – ideal für lange Spaziergänge mit Hund. Viele Abschnitte verlaufen ohne starken Verkehr, sodass man sich ganz auf das Meer, den Wind und die Landschaft konzentrieren kann. Badeplätze sind immer wieder erreichbar, und wer früh oder abends unterwegs ist, erlebt die Westküste von ihrer ruhigsten Seite.
Aussicht vom Vetteberget in Fjällbacka
Der kurze, aber steilere Aufstieg zum Vetteberget führt über Treppen und Felsabschnitte hinauf auf einen Aussichtspunkt mit weitem Blick über Fjällbacka und die Schären. Oben öffnet sich die Landschaft, rote Holzhäuser und Boote wirken fast modellhaft klein. Die Tour eignet sich gut als halbtägiger Ausflug und lässt sich mit einem Spaziergang durch den Ort kombinieren. Besonders am Morgen oder späten Nachmittag ist es hier angenehmer – und mit etwas Abstand vom Ortskern deutlich ruhiger.
Lesetipp: Wie sich eine Woche in Bohuslän mit Hund anfühlt, zeigen wir im Reisebericht 7 Tage Bohuslän mit Hund.
Halland
Küstenwanderung im Naturreservat Getterön
Das Naturreservat Getterön bei Varberg bietet offene Wiesen, Küstenabschnitte und weite Horizonte. Die Landschaft ist weniger felsig als in Bohuslän, dafür flacher und ruhiger. Wege führen entlang des Wassers und durch naturbelassene Bereiche mit viel Abstand zur nächsten Straße. Gerade außerhalb der Sommermonate ist es hier angenehm entspannt. Wer es weniger spektakulär, aber dafür weitläufig und ruhig mag, findet in Halland eine gute Alternative zur bekannteren Westküste weiter nördlich.
Spaziergang im Slottsskogen in Göteborg
Mitten in Göteborg liegt der weitläufige Park Slottsskogen, der Stadt und Natur auf angenehme Weise verbindet. Große Grünflächen, kleine Waldstücke und ruhige Wege machen ihn zu einem guten Ort, um eine Pause vom städtischen Trubel einzulegen. Für Reisende mit Hund ist der Park besonders praktisch: viel Platz zum Laufen, klare Wegeführung und die Möglichkeit, Naturerlebnis mit einem Stadtbesuch zu verbinden. In Kombination mit einem Spaziergang durch das Viertel Haga entsteht ein ausgewogener Mix aus urbanem Flair und Bewegung im Grünen.
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Unterkünfte
Campingplätze – First Class für Camper mit Hund
Die schwedischen Campingplätze gehören zu den besten Europas. First Camp oder die SCR-Plätze bieten oft spezielle Hundeduschen und eingezäunte Auslaufareale. Besonders schön ist es, wenn der Platz direkt an einem See liegt. In der Nebensaison habt ihr oft ganze Strandabschnitte für euch. Reserviert in der Hauptjuli-Woche (dem schwedischen Urlaubermonat) unbedingt vor, da viele Plätze sehr beliebt sind.
Stugas – Das echte Schweden-Gefühl
Ein "Stuga" (Ferienhaus) zu mieten, ist die authentischste Art zu reisen. Viele Plattformen wie Novasol oder Airbnb haben spezielle Filter für "Haustiere erlaubt". Achtet darauf, ob das Grundstück eingezäunt ist – das ist in Schweden eher selten, da man die Weite schätzt. Ein mobiler Hundezaun kann hier eine Wunderwaffe sein, damit ihr entspannt auf der Veranda euren Kaffee trinken könnt, während der Hund im Garten schnüffelt.
Hundefreundliche Hotels
Falls ihr lieber im Hotel übernachtet: Die Kette "Scandic" ist extrem hundefreundlich. Gegen eine meist geringe Gebühr bekommt der Hund oft ein eigenes Bettchen und Leckerlis zur Begrüßung. In Städten wie Växjö oder Kalmar gibt es zudem charmante Boutique-Hotels, die Hunde explizit willkommen heißen. Fragt immer nach einem Zimmer im Erdgeschoss oder in der Nähe eines Ausgangs für die schnelle Gassirunde zwischendurch.
Glamping mit Hund
Für das Extra an Luxus gibt es immer mehr Glamping-Angebote. Stellt euch vor: Ein luxuriöses Zelt mit richtigem Bett, mitten im Wald von Småland, und euer Hund liegt daneben auf dem Schafsfell. Anbieter wie "Julans Glamping" sind hier Vorreiter. Es ist die perfekte Mischung aus Outdoor-Abenteuer und Komfort, ohne auf den geliebten Vierbeiner verzichten zu müssen.
Lesetipp: In unserem Artikel Glamping mit Hund erfahrt ihr alles über die verschiedenen Unterkunftsarten und worauf ihr bei der Wahl achten solltet.
Reiseplanung
Einreisebestimmungen (Zoll & Tierarzt)
Die Einreise nach Schweden ist heute unkompliziert, aber ein paar Regeln sind strikt: Ihr braucht einen gültigen EU-Heimtierausweis, der Hund muss gechipt sein und eine gültige Tollwutimpfung haben (mindestens 21 Tage alt). Wichtig: Ihr müsst euren Hund beim schwedischen Zoll (Tullverket) anmelden. Das geht ganz einfach vorab online. Ihr bekommt eine Bestätigungsnummer per E-Mail und könnt bei der Einreise die "Grüne Spur" nehmen.
Die Anreise: Fähre vs. Brücke
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, von Deutschland nach Schweden zu reisen. Wenn ihr den kompletten Landweg bevorzugt, führt euch die Route über Flensburg und die deutsch-dänische Grenze – weiter über drei beeindruckende Brücken: die Lillebæltsbroen, die Storebæltsbroen und schließlich die Öresundsbron bis nach Malmö. Eine landschaftlich schöne Strecke, schneller oder sehr viel günstiger als die Fähren zu nutzen ist er jedoch nicht. Allein an Mautgebühren fallen rund 100 € an, plus etwa 300 Extrakilometer (von Berlin aus gerechnet).
Die sicher schnellste Variante mit dem Hund ist die folgende Route mit zwei Fährüberfahrten via: Rostock – Gedser und Helsingør – Helsingborg. Beide Fähren lassen sich bequem vorab über Scandlines online buchen – was nicht nur günstiger ist, sondern auch Planungssicherheit gibt und bei beiden Strecken dürfen die Hunde mit an Bord.
Unser Tipp: Meldet euch vorab bei ePass24 an. Das ist ganz sinnvoll für die automatische Erfassung der Citymaut z. B. in Göteborg. Wer bspw. schon in Norwegen war, kennt das System – Nummernschild wird gescannt und die Abrechnung erfolgt dann entspannt über die hinterlegte Kreditkarte.
Reisezeitpunkt & Wetter
Ein toller Zeitraum um Südschweden zu bereisen ist zu Mittsommer – eine der bekanntesten Feierlichkeiten in Schweden. Zu dieser Zeit bleibt es selbst nachts ungewöhnlich hell, und in vielen Dörfern wird der Sommer mit traditionellen Festen gefeiert. Menschen tragen Blumenkränze im Haar, tanzen um den Mittsommerbaum und kommen zum gemeinsamen Essen zusammen.
Südschweden ist jedoch zu jeder Jahreszeit ein interessantes Reiseziel. Im Frühling beginnt die Natur sich zu verändern, die Wälder werden grün und die Temperaturen steigen langsam. Der Sommer bringt lange Tage, Badewetter und eine lebendige Atmosphäre in den Städten und Dörfern. Im Herbst färbt sich das Laub, die Luft wird frischer und die Landschaft eignet sich gut für Wanderungen. Im Winter können Schnee, gefrorene Seen und klare Nächte für ganz andere Eindrücke sorgen – wenn man etwas Gück hat, sind sogar Nordlichter sichtbar.
Kulinarik: Frischer Fisch auf den Tisch
Die Küche in Südschweden ist geprägt vom Meer. Die langen Küsten, die unzähligen Schären und die Nähe zur Fischerei machen Garnelen, Muscheln, Hummer und Austern zu einem festen Bestandteil des Speiseplans – nicht als Luxus, sondern als Teil einer regionalen Esskultur, die Wert auf Qualität und Einfachheit legt. Ein frisch belegtes Räksmörgås (Garnelenbrot), serviert mit gekochtem Ei und einem Spritzer Zitrone, ist in den Hafenorten genauso beliebt wie ein Teller Miesmuscheln in Weißweinsud.
Unser Tipp: Meeresfrüchte direkt am Hafen kaufen – oft fangfrisch vom Boot.
Neben Fisch und Meeresfrüchten ist auch das "Fika" fester Bestandteil des kulinarischen Lebens. Die schwedische Kaffeepause mit Gebäck – oft Zimtschnecke oder Safranbrötchen – wird in Cafés, Bäckereien oder draußen in der Natur zelebriert.
Räkor – Garnelen frisch vom Boot
Südschweden ist bekannt für seine fangfrischen Garnelen. Sie werden traditionell auf Eis serviert, pur gegessen oder als Belag für das klassische "Räksmörgås", ein mit Garnelen, Ei und Mayonnaise belegtes Brot.
Ganz spezielle Festlichkeiten in Südschweden
Fettisdagen (Semla-Tag): Zwischen dem 3. Februar und 9. März genießen die Schweden in Konditoreien die typische Semla – ein mit Sahne gefülltes Hefegebäck
Valborg (Walpurgisnacht, 30. April): Große Feuer, Feuerwerk und gemeinsames Singen und Feiern markieren den Übergang vom Winter zum Frühling. Es ist zugleich der Geburtstag König Carl XVI. Gustafs – überall sieht man schwedische Flaggen
Midsommar (Mittsommerfest, zwischen 19.–25. Juni): Nach Weihnachten das wichtigste schwedische Fest. Die Mittsommerstange wird geschmückt und zum Mittelpunkt von Tanz und Liedern. Blumenkränze, traditionelle Tänze (z. B. „Små grodorna“) und festliche Mahlzeiten mit Erdbeeren und neuen Kartoffeln prägen den Tag
Kanelbullens Dag (Tag der Zimtschnecke, 4. Oktober): Ein kulinarischer Feiertag, der in ganz Schweden gefeiert wird. In Bäckereien, Cafés und Supermärkten gibt es an diesem Tag besonders viele – und besonders gute – Zimtschnecken.
Lucia-Tag (13. Dezember): Einer der stimmungsvollsten Tage des Jahres. Kinder und Jugendliche ziehen in weißen Gewändern mit Kerzen durch Schulen und Kirchen. Angeführt wird die Prozession von Lucia mit einem Lichterkranz auf dem Kopf. Es wird gesungen, dazu gibt es Safrangebäck (Lussekatter) und Glögg.
Mittsommerfest
Nach Weihnachten das wichtigste schwedische Fest. Blumenkränze und traditionelle Tänze prägen den Tag.
Fazit: Südschweden mit Hund
Südschweden zeigt sich vielfältiger, als man zunächst vermutet. Von der felsigen Schärenküste in Bohuslän über die Seenlandschaften Smålands bis zu den weiten Stränden Skånes reicht das Spektrum. Halland ergänzt die Westküste mit offenen Dünen, während Blekinge mit seiner sanften Ostseeküste ruhige Alternativen bietet. Auch die Inseln Öland und Gotland setzen eigene Akzente – mit weiter Landschaft, rauen Küstenabschnitten und viel Licht. Jede Region hat ihren eigenen Charakter – von urbaner Nähe in Göteborg bis zur fast völligen Abgeschiedenheit im Landesinneren.
Gerade für Reisen mit Hund ist diese Mischung ideal. Viel Natur, großzügige Landschaften und eine insgesamt entspannte Atmosphäre schaffen gute Voraussetzungen für unkomplizierte Tage draußen. Wer Weite sucht, ohne auf Infrastruktur verzichten zu wollen, findet in Südschweden einen stimmigen Mittelweg.