Ein Wochenende in der Sächsischen Schweiz mit Hund
Wir sind Alice, Ronny und Dackel Manni und wir waren unterwegs … diesmal im schönen Elbsandsteingebirge. Einige von uns denken da direkt an schmale Leitern und steile Felsen, doch die Region ist weit mehr als nur ein Spielplatz für Extremkletterer – das haben wir bei unserem Trip im Oktober hautnah erlebt. Gemeinsam mit unserem Dackel haben wir getestet, wie hundefreundlich das Elbsandsteingebirge wirklich ist. Wir hatten somit an einem verlängerten Wochenende eine perfekte Mischung aus Bewegung und Natur und konnten die verfärbten Wälder bei unseren ausgiebigen Wanderungen erleben. Zwischen massiven Tafelbergen, tiefen Schluchten und historischen Festungen haben wir Wege gefunden, die uns und Manni zwar gefordert, aber nie überfordert haben. Viel Spaß beim Lesen und los geht`s!
Reisezeitraum: Oktober
Inhaltsverzeichnis:
Unsere Unterkunft: Das Cafè Aparthotel unter der Festung Königstein
Die Wahl des richtigen Standorts war für uns wichtig, um die Wege kurz zu halten. Königstein hat sich als sehr guter Ausgangspunkt erwiesen, da es zentral im Elbsandsteingebirge liegt. Sicher wäre Bad Schandauch auch perfekt gewesen, aber es gibt immer Raum für Verbesserungen und wirklich unglücklich waren wir über das ruhige Königstein auch nicht. Wir haben hier im Cafè Aparthotel* übernachtet, das günstig direkt unterhalb der Festung liegt und nicht ungeeignet für Gassirunden im Ort liegt oder direkt zum Aufstieg zur Festung einlädt. Die Zimmer und überhaupt das ganze Hotel sind wirklich hübsch und gut ausgestattet und als Kaffeeliebhaber ein Cafè direkt im unteren Geschoss zu haben, ist auch nicht die schlechteste Tatsache.
Nach einem langen Tag der Anreise und den ersten Runden mit Manni haben wir die kurzen Wege im Ort sehr geschätzt. Unsere Füße waren schwer und Manni lag schon zufrieden in seinem Körbchen, so dass wir es abends unkompliziert gehalten haben. Wir haben uns einfach eine Pizza im Dorf geholt und sie entspannt mit auf unser Zimmer genommen. Gerade im Oktober ist es in Königstein herrlich ruhig, da die großen Touristenmassen des Sommers bereits weg sind. Das macht unter anderem auch die Parkplatzsuche und das Laufen durch die Gassen mit Hund deutlich entspannter.
Die folgende Karte zeigt dir die Lage unserer Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten an.
Festung Königstein: Weitblick und Mannis Entdeckungstour
Direkt von unserem Hotel aus konnten wir die Wanderung hinauf zur Festung Königstein starten. Sie ist eine der größten Bergfestungen Europas und thront imposant auf einem Tafelberg über der Elbe. Der Aufstieg war eine schöne Waldwanderung für Manni und uns. Hier und da gab es zwar auch Stufen zu überwinden, aber große Probleme stellte das nicht dar. Oben angekommen, wurden wir mit einem Panoramablick belohnt, der seinesgleichen sucht: Der Blick schweift über die Elbschleife direkt zum markanten Lilienstein auf der gegenüberliegenden Seite.
Wir haben uns oben lange aufgehalten, da das Areal sehr weitläufig ist und die Wege auf den Festungsmauern auch für kleine Hundebeine gut begehbar sind. Ein Highlight war der 152,5 Meter tiefe Brunnen – ein technisches Meisterwerk, das uns beeindruckt hat. Zwischendurch haben wir uns auf der Festung einen Kaffee gegönnt. Aber ein kleiner Tipp unter uns: Die Gastronomie dort oben ist wirklich super teuer. Packt euch lieber einen Snack ein, wenn ihr das Budget schonen wollt.
Der Kuhstall: Mit Manni durch den Wald zum Felsentor
Am zweiten Tag zog es uns tiefer in die Nationalparkregion. Nach einem kurzen Stopp in Bad Schandau sind wir zum sogenannten „Kuhstall“ aufgebrochen. Vom Parkplatz aus sind wir etwa eine Stunde durch den dichten Wald bergauf gewandert. Der Weg war für Manni klasse zu gehen, mit unzähligen neuen Gerüchen links und rechts des Pfades.
Der Kuhstall selbst ist ein riesiges Felsentor, das eine beeindruckende Kulisse bietet. Wer noch höher hinaus möchte, kann die „Himmelsleiter“ erklimmen – einen extrem schmalen Aufstieg durch eine Felsspalte.. Für Hunde ist dieser Teil definitiv zu eng und steil. Direkt am Kuhstall gibt es zudem ein Bistro mit Freisitz, wo wir gemütlich etwas gegessen haben, während Manni auf einer Decke daneben entspannen konnte. Die Atmosphäre im Wald im Oktober ist toll und richtig entspannend – die kühle Luft und das Rascheln der Blätter haben die Wanderung so zu einem echten Erlebnis gemacht.
Basteibrücke: Spektakuläre Aussichten mit Dackel im Gepäck
Natürlich durfte die Bastei auf unserer Liste nicht fehlen. Sie ist das unangefochtene Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz und weit über die Grenzen Sachsens hinaus bekannt. Die Bastei ist eine markante Felsformation, die fast 200 Meter steil über die Elbe aufragt. Das Herzstück ist die 76 Meter lange Basteibrücke aus Sandstein, die sich durch die massiven Felsnadeln spannt und die Ruinen der Felsenburg Neurathen miteinander verbindet. Dieser Ort ist deshalb so besonders, weil man hier die bizarren Verwitterungsformen des Sandsteins aus nächster Nähe sieht – schroffe Türme, die wie versteinerte Riesen wirken. Technisch gesehen ist die Bastei gut erreichbar, aber für Hundebesitzer gibt es einen wichtigen Hinweis: An vielen Aussichtspunkten muss man über Gittertreppen und enge Stufen. Da Manni ein Dackel ist, mussten wir ihn hier das ein oder andere Mal tragen, was aber völlig okay war.
Damit der Besuch nicht in Stress ausartet, haben wir einen wertvollen Tipp für euch: Kommt entweder ganz früh oder etwas später am Tag. Die Bastei ist immer sehr gut besucht. Da wir erst später dort waren, konnten wir die spektakuläre Aussicht viel entspannter genießen. Das Gefühl, mit Manni gemeinsam über den Felsnadeln zu stehen, war die kleine Tragearbeit definitiv wert. Die Aussichtsplattformen bieten einen Blick auf die Elbe, den man so schnell nicht vergisst.
Langenhennersdorfer Labyrinth: Kraxeln zum Abschluss
Bevor wir die Heimreise angetreten sind, haben wir noch beim Felsenlabyrinth Langenhennersdorf vorbeigeschaut. Das war noch einmal ein ganz anderes Erlebnis! Hier wandelt man zwischen massiven Felsblöcken, die kreuz und quer im Wald liegen. Für Manni war das ein riesiger Abenteuerspielplatz.
Es war herrlich zu beobachten, wie er seinen Weg durch die Spalten und natürlichen Gänge gesucht hat. Es ist weniger eine klassische Wanderung als vielmehr ein Entdecken und spielerisches Krakeln. Die Wege sind meist laubig-sandig und für Hunde super spannend. Es war der perfekte Abschluss für unser Wochenende, um noch einmal richtig frische Waldluft zu schnappen, bevor es zurück ins Auto ging.
Fazit: Warum sich die Sächsische Schweiz mit Hund lohnt
Unser Fazit fällt eindeutig aus: Die Sächsische Schweiz ist auf jeden Fall einen Besuch wert – und erst recht mit Hund. Lasst euch von den Berichten über Felsen und Leitern nicht abschrecken. Es gibt so viele lohnenswerte Wanderungen und Aussichtspunkte, die sich auch mit einem Hund gut erreichen lassen. Die Mischung aus Kultur auf der Festung Königstein und purer Natur am Kuhstall oder im Labyrinth ist einzigartig. Wir kommen definitiv wieder, denn es gibt hier noch viel mehr zu entdecken!
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