Fichtelberg mit Hund: 2-Tagesausflug ins Erzgebirge

Wir sind Alice, Ronny und Dackel Manni und wir waren unterwegs … diesmal auf einem 2-Tagesausflug im Erzgebirge. Genauer gesagt war der Fichtelberg unser Ziel und damit der höchste Gipfel Ostdeutschlands. Wer an den Fichtelberg und das Erzgebirge denkt, hat oft verschneite Wälder und traditionelle Handwerkskunst im Kopf. Doch abseits der Wintersaison haben wir eine Region entdeckt, die für uns und unseren Dackel Manni wirklich toll war. Es war Wandern, Entdecken, Schlemmen und Entspannung in einem. Wir nehmen euch mit auf unsere Route vom markanten Scheibenberg bis hinauf zum Fichtelberg und zeigen euch, wo ihr erstklassig essen und schlafen könnt, während euer Vierbeiner ebenfalls voll auf seine Kosten kommt.

Reisezeitraum: August

Inhaltsverzeichnis:


Unser erster Stopp: Die Orgelpfeifen am Scheibenberg

Schon auf der Hinfahrt konnten wir nicht einfach am Scheibenberg vorbeifahren. Dieser Tafelberg ist eine kleine Berühmtheit im Erzgebirge, vor allem wegen seiner „Orgelpfeifen“. Wir stellten das Auto ab und machten uns bereit für die erste Erkundungstour. Die Orgelpfeifen sind gewaltige, bis zu 30 Meter hohe Basaltsäulen, die wie steinerne Orgeln aus der Erde ragen – entstanden durch vulkanische Kräfte vor Millionen von Jahren.

Für uns und Manni war das Gelände der perfekte Einstieg. Die Wege rund um diese Naturdenkmäler sind gut ausgebaut, was uns einen entspannten Start ermöglichte. Während wir über die geometrischen Formen der Steine staunten, nutzte Manni jede Gelegenheit, die neuen Gerüche des Waldes aufzusaugen. Es ist ein faszinierender Anblick, diese massiven Säulen vor sich zu haben, und natürlich mussten wir hier die ersten Fotos schießen, bevor wir dem Pfad weiter nach oben folgten.

Waldpfade und Weitblick: Unsere Tour zur Morgensonne

Vom Scheibenberg aus führte uns der Weg tiefer in den dichten Wald. Unser Ziel war der Aussichtspunkt "Morgensonne". Die Pfade dort sind herrlich abwechslungsreich: Mal ging es über schmale, wurzelige Wege, mal über breite Passagen im Wald, vorbei an Moss bedeckten Baumstämmen. Manni war in seinem Element und genoss den Abenteuerspielplatz Natur in vollen Zügen.

Oben an der Morgensonne angekommen, wurden wir mit einem fantastischen Weitblick über das Erzgebirge belohnt. Wir machten hier eine kurze Pause und die Drohne kam zum Einsatz. Dann ging es kaffeedurstig zum Bürger- und Berggasthaus Scheibenberg. Nach der ersten Wanderetappe hatten wir uns das redlich verdient und belohnet uns direkt mit einem ehrlichen Stück hausgemachten Kuchen und einer Tasse Kaffee im Freisitz vor dem Lokal. Bei herzlicher Atmosphäre fand Manni unter der Eckbank sofort ein ruhiges Plätzchen für ein kurzes Nickerchen.

Unser Basecamp: Modernes Design im Naturhotel Sachsenbaude

Nach der Stärkung ging es zurück zum Auto und weiter Richtung Oberwiesenthal, beziehungsweise O'‘THAL - wie es neuerdings genannt wird. Unser Ziel für die Nacht war das Naturhotel Sachsenbaude*, das strategisch perfekt direkt unterhalb des Fichtelberg-Gipfels liegt. Wir waren gespannt, denn das Hotel wurde frisch renoviert. Beim Betreten fiel uns sofort der hochwertige, alpine Look auf – sehr modern, viel Holz und absolut kein verstaubter Kitsch.

Als Hundebesitzer haben wir uns hier sofort wohlgefühlt. Unser Zimmer bot ausreichend Platz für Mannis Körbchen und Näpfe, ohne dass wir uns eingeengt fühlten. Besonders praktisch fanden wir die Lage direkt am Waldrand: Die letzte Gassirunde des Tages konnten wir völlig stressfrei direkt vor der Hoteltür starten.

Abendessen im FOREST: Kulinarik auf Augenhöhe

Ein echtes Highlight unseres Aufenthalts war das Abendessen im hoteleigenen Restaurant FOREST. Oft ist es ja so, dass man mit Hund bei der Wahl des Restaurants Abstriche machen muss – hier war das Gegenteil der Fall. Das Ambiente ist stilvoll und modern, die Atmosphäre trotzdem herzlich und locker. Das Personal hat uns und Manni sehr freundlich empfangen, was den Abend für uns extrem entspannt gemacht hat.

Die Küche im FOREST setzt auf regionale Zutaten, bringt diese aber auf ein ganz neues, modernes Level. Während wir uns durch die kreative Karte probierten, schlief Manni zufrieden unter unserem Tisch. Die Qualität des Essens hat uns wirklich beeindruckt – es war der perfekte kulinarische Abschluss für unseren ersten Tag im Erzgebirge.

Gipfelsturm: Mit Manni auf den Fichtelberg

Am nächsten Morgen hieß es nach einem ausgiebigen Frühstück: Gipfelsturm! Wir machten uns direkt von der Sachsenbaude aus auf den Weg zum Fichtelberg. Der Aufstieg zum 1.215 Meter hohen Gipfel ist eine schöne Herausforderung, aber auch für einen Dackel absolut machbar. Manni marschierte mutig voran, vorbei an der typischen Flora des Mittelgebirges.

Oben angekommen, erwartete uns ein gewaltiges Panorama. Der Blick reichte weit über die Grenze hinaus bis zum tschechischen Nachbarn, dem Klínovec. Diese Zwillingsberge so nah beieinander zu sehen, ist beeindruckend. Wir gönnten uns auf dem Plateau eine zünftige Brotzeit und genossen die klare Bergluft, bevor wir den Rückweg antraten. Der Abstieg war entspannt und wir ließen die Erlebnisse der letzten 24 Stunden noch einmal Revue passieren.

Unser Fazit: Warum wir sofort wieder hinfahren würden

Unser 2-Tagesausflug zum Fichtelberg mit Hund war für uns die perfekte kleine Auszeit. Die Mischung aus Naturerlebnis, körperlicher Aktivität und dem Komfort in der Sachsenbaude hat genau unseren Nerv getroffen. Wir haben gelernt, dass das Erzgebirge modern und weltoffen für Reisende mit Hund ist. Ob die geologisch spannenden Orgelpfeifen oder das erstklassige Essen im FOREST – wir würden diese Tour jederzeit wieder genau so machen. Das Erzgebirge hat uns definitiv als Fans gewonnen!


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