Allgäu mit Hund: Unser verlängertes Wochenende zwischen Gipfeln und Seen

Wir sind Alice, Ronny und Dackel Manni und wir waren unterwegs … diesmal zu einem verlängerten Wochenende im Allgäu. Die Region ist bekannt für ihre Vielseitigkeit: Von tiefgrünen Wiesen über glasklare Seen bis hin zu schroffen Gipfeln haben wir hier alles gefunden, was wir für eine kurze Auszeit gesucht haben. Für uns ging es am Donnerstag von Leipzig aus los – nach knapp viereinhalb Stunden Fahrt inklusive einer kurzen Pause rollten wir bereits in Pfronten ein. Pfronten diente uns als strategisch perfekter Ausgangspunkt, um die Highlights rund um Füssen und Oberstdorf zu erkunden. In diesem Bericht nehmen wir euch mit auf unsere vier Tage voller Natur und kleiner Abenteuer.

Reisezeitraum: April

Inhaltsverzeichnis:


Ankunft in Pfronten: Zu Gast in der "Hoimat"

Pfronten liegt eingebettet in eine Bilderbuchlandschaft und war für uns genau der richtige Ort, um erst einmal tief durchzuatmen. Wir haben uns für das Appartmenthaus "Hoimat Pfronten" entschieden – eine erstklassige Wahl, wenn ihr modernes Landhaus-Design mit echter Hundefreundlichkeit verbinden wollt. Mit nur sechs Wohneinheiten ist die Atmosphäre exklusiv und ruhig. Die Apartments sind modern und hochwertig eingerichtet, wobei uns besonders die private Sauna in der Einheit überzeugt hat – perfekt um sich nach einem langen Fahrtag oder einer größeren Wanderung zu regenerieren.

Der Ausblick von unserem Balkon auf die Allgäuer Alpen war schlichtweg fantastisch. Während wir so am ersten Abend die untergehende Sonne hinter den Bergen genossen, war unser Dackel Manni vor allem von den Leckerlies beeindruckt, die für ihn bereitstanden. Nach dem super freundlichen Check-in sind wir zudem direkt auf eine ausführliche erste Gassirunde losgezogen. Die typischen Allgäuer Wiesen starten quasi kurz oberhalb der Unterkunft. Dass wir dabei direkt an einigen Kühen vorbeigekommen sind, hat das Urlaubsfeeling perfekt gemacht. Es war genau diese Mischung aus stilvollem Rückzugsort und Natur, die unseren Aufenthalt in Pfronten so besonders startete.

Schlösser und Seen: Neuschwanstein und Alpsee

Am Freitag zog es uns Richtung Füssen zum Schloss Neuschwanstein. Ein ehrliches Wort vorab: Das Schloss ist ein absoluter Touristenmagnet und entsprechend voll war es. Wir mussten feststellen, dass die berühmte Marienbrücke gesperrt war, was unseren Plan für das klassische Postkartenmotiv etwas durchkreuzte. Wenn ihr mit Hund unterwegs seid, kann dieser Trubel stressig sein. Wir haben uns deshalb entschieden, das Schloss nur kurz von unten zu bestaunen und uns lieber dem Naturerlebnis zu widmen.

Direkt unterhalb der Schlösser liegt der Alpsee, der uns mit seiner tollen Kulisse sofort entschädigt hat. Hier konnten wir deutlich entspannter spazieren gehen. Das türkisfarbene Wasser und die steilen Hänge schaffen eine fast schon kanadische Atmosphäre. Manni hatte hier genügend Platz zum Schnüffeln und die gut ausgebauten Wege machten den Rundgang für uns alle drei sehr angenehm. Es war der Beweis, dass die Orte abseits der direkten Warteschlangen oft die schöneren Erlebnisse bieten.

Entspannung am Hopfensee und Forggensee

Unser zweites Ziel am Freitag war der Hopfensee, auch die "Allgäuer Riviera" genannt. Hier herrschte eine wunderbar entspannte Stimmung. Wir schlenderten erst eine Weile am Seeufer entlang und ließen uns danach in einem der Restaurants an der Uferpromenade nieder. Den Tag haben wir schließlich ganz gemütlich in unserem Appartment ausklingen lassen – mit einem Glas Wein auf dem Balkon, denn es war bereits wunderbar frühlingshaftes Wetter.

Am Samstag haben wir bewusst einen Gang zurückgeschaltet, schließlich sollte es eine Auszeit vom Alltag sein. Wir besuchten den Forggensee und die ikonische Kirche St. Coloman, die majestätisch auf einem freien Feld steht. Beides haben wir, wie es sich gehört, mit Spaziergängen verbunden. Da ein Supermarkt unweit unserer Unterkunft liegt, haben wir uns abends selbst versorgt und ein leckeres Abendessen zubereitet. Diese Mischung aus Aktivität und privatem Rückzug, hatten wir uns bewust so ausgesucht und hat uns sehr gutgetan.

Alpines Feeling: Mit der Seilbahn aufs Fellhorn

Der Sonntag wurde dann richtig alpin. Es ging nach Oberstdorf und mit der Seilbahn hinauf aufs Fellhorn. Das war ein echtes Kontrastprogramm: Während im Tal bereits schönstes Frühlingswetter herrschte, war am Gipfel der Wintersport noch in vollem Gange. Unsere ursprünglichen Wanderpläne mussten wir aufgrund des fehlenden Winterschuhwerks unseres Dackels zwar etwas anpassen, aber die Stimmung war trotzdem einmalig. Spaß

Es war fast schon skurril, den Skifahrern zuzuschauen, während wir uns bei strahlendem Sonnenschein mit Kaiserschmarrn und Leberkäse "beschäftigten". Manni fand den Schnee sichtlich spannend, auch wenn er nach einer Weile froh war, sich wieder in die Sonne zu legen. Das Erlebnis auf dem Fellhorn ist deutlich alpiner als rund um Pfronten und war für uns ein krönender Abschluss der Bergtour.

Unser Zwischenstopp-Highlight: Festung Lichtenau

Am Montag traten wir die Heimreise an, hatten aber noch ein echtes Ass im Ärmel: einen Stopp bei der Festung Lichtenau. Wir wissen nicht genau wieso, aber wir hatten das Glück, die gesamte imposante Anlage, welche im Jahre 1246 zum ersten Mal erwähnt wurde, fast komplett für uns allein zu haben. Wir konnten ganz in Ruhe über den Innenhof schlendern und durch die Gänge der mittelalterlichen Festung gucken, ohne auf andere Besucher zu treffen.

Für Manni war es die perfekte Pause von der Autobahnfahrt, und für uns ein kulturelles Highlight, das wir so gar nicht auf dem Schirm hatten. Die Festung ist wirklich beeindruckend und eine absolute Empfehlung, wenn ihr auf dem Weg zurück Richtung Norden seid. Es war der perfekte letzte Programmpunkt, bevor uns die Autobahn endgültig wieder Richtung Leipzig führte.

Fazit: Warum wir definitiv wiederkommen

Unser Fazit nach vier Tagen: Ein Besuch im Allgäu lohnt sich absolut, selbst wenn es nur für ein verlängertes Wochenende ist. Die Kombination aus der entschleunigenden Wirkung der Berge, der tollen Unterkunft in Pfronten und den weiten Wiesen ist für Hundebesitzer einfach unschlagbar. Wir wären gern noch länger geblieben, haben aber viele neue Eindrücke mitgenommen. Eines steht fest: Das Allgäu sieht uns (und Manni) definitiv wieder.

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