Urlaub mit Hund in Ijmuiden in den Niederlanden
Hey, ich bin Sophia! Gemeinsam mit meinem Verlobten und unserem Hund Mogli haben wir nach dem perfekten Ort für eine Auszeit gesucht, der Natur pur mit entspannten Ausflugsmöglichkeiten verbindet. Fündig geworden sind wir an der nordholländischen Küste. Ein unendlich breiter Sandstrand, frische Nordseeluft und sanfte Dünen direkt vor der Haustür: Ein Urlaub mit Hund in IJmuiden erwies sich für uns als absoluter Glücksgriff. Fernab vom oft hektischen Trubel großer Seebäder bot uns die Region die perfekte Mischung aus aktiver Bewegung, historischem Kulturflair und außergewöhnlicher Hunde-Gastfreundschaft. In diesem Reisebericht nehmen wir euch mit auf unsere täglichen Ausflüge zwischen Tiny House, Dünenpfaden, Hundeeis und idyllischen Grachten.
Reisezeitraum: September
Inhaltsverzeichnis:
Basecamp in den Dünen: Unser Airbnb direkt am Strand von IJmuiden
Tagesausflug nach Haarlem: Grachtencharme in der kleinen Schwester Amsterdams
Abstecher nach Zandvoort: Hundeeis für Mogli im Doggy Beach House
Radtour nach Spaarndam: Mit Mogli im Anhänger durch die Polder
Fazit: Warum IJmuiden für uns der perfekte Spot für den Hundeurlaub ist
Basecamp in den Dünen: Unser Airbnb direkt am Strand von IJmuiden
Bei der Planung unserer Reise war uns vor allem eines wichtig: Wir wollten morgens die Tür öffnen und direkt im Grünen stehen, ohne erst ins Auto steigen zu müssen. Für unsere Auszeit haben wir ein nachhaltiges Tiny House im Basecamp IJmuiden aan Zee (Maps Link) als Airbnb gebucht. Die Anlage liegt eingebettet in die Küstenlandschaft direkt am Rande des Naturschutzgebiets Kennemermeer und nur wenige Gehminuten vom Meer entfernt. Die Kombination aus stilvoller Architektur, großen Panoramafenstern und durchdachtem Raumkonzept hat uns sofort begeistert.
Jeder Tag begann bei uns mit demselben gemütlichen Ablauf: Erst eine Morgenrunde mit Mogli ums Camp, danach frischer Kaffee und Frühstück. Alternativ konnte man sich das Frühstück auch direkt im Camp holen. Super war auch das Green House vom Team, aus dem man sich frische Zutaten nehmen konnte je nach Saison.
Was uns dort besonders positiv aufgefallen ist: Die Abwicklung und das Miteinander vor Ort sind super unkompliziert. Viele Gäste dort sind mit Hund unterwegs, weshalb Mogli überall ganz selbstverständlich dazu gehörte. Nach unseren Ausflügen tagsüber war das Tiny House der perfekte Ort, um abends einfach die Beine hochzulegen, die Terrassentür offen zu lassen und dem Meeresrauschen (und dem starken Nordseewind) zuzuhören.
Sand zwischen den Pfoten: Strand und Dünen in IJmuiden
Wenn man das erste Mal an den Strand von IJmuiden kommt, fällt sofort auf, wie enorm breit dieser Küstenstreifen ist. Selbst wenn an sonnigen Tagen einige Leute unterwegs sind, verläuft sich hier alles so gut, dass man nie das Gefühl hat, getreten zu werden. Für Mogli war das der absolute Jackpot. Sobald wir den festen Boden verließen und im feinen Sand standen, gab es für ihn kein Halten mehr – rennen, Schnauze in den Sand stecken und ganz viel buddeln.
An ausgewiesenen Strandabschnitten können Hunde ausgiebig ohne Leine toben. Direkt hinter dem Sand geht es fließend über in das Dünengeschützte Gebiet rund um das Kennemermeer. Dort gilt auf den engen Wegen zwar Leinenpflicht, was aber völlig in Ordnung ist, da man dort leicht auf Wildtiere oder Weidevieh treffen kann.
Überhaupt hat uns die Hundefreundlichkeit in der gesamten Region positiv überrascht. Es wirkt hier nichts aufgesetzt oder künstlich: In den Strandpavillons steht fast immer direkt ein Wassernapf bereit, wenn man sich hinsetzt, und das Personal hat erstaunlich oft ganz von alleine ein Leckerli für den Hund aus der Tasche gezogen. Man fühlt sich mit Vierbeiner einfach an jedem Ort ehrlich willkommen.
Tagesausflug nach Haarlem: Grachtencharme in der kleinen Schwester Amsterdams
Haarlem liegt nur knapp 20 Autominuten von IJmuiden entfernt und gilt völlig zu Recht als die entspannte kleine Schwester von Amsterdam. Wer das typisch holländische Grachten-Flair sucht, aber auf den Trubel und das dichte Gedränge der Hauptstadt verzichten möchte, ist hier genau richtig.
Wir sind stundenlang durch die malerischen Gassen der Altstadt geschlendert. Entlang der Spaarne hat man einen wunderschönen Blick auf die historischen Backsteinhäuser, kleinen Zugbrücken und imposanten Treppengiebel. Besonders begeistert hat uns die Herzlichkeit gegenüber Hunden: Vor fast jedem Laden steht eine Schale mit frischem Wasser, und in den kleinen Boutiquen der „Gouden Straatjes“ (den bekannten Einkaufsstraßen) war Mogli absolut willkommen.
Nach unserem Schaufensterbummel haben wir es uns in einem der Cafés direkt am pulsierenden Grote Markt gemütlich gemacht. Während wir unseren Kaffee mit Blick auf die beeindruckende St.-Bavo-Kirche genossen haben, lag Mogli entspannt im Schatten unter unserem Tisch – belohnt mit Streicheleinheiten und einem Leckerli von der Bedienung. Für uns gehört ein Nachmittag in Haarlem bei jedem Küstenurlaub in Nordholland zum absoluten Pflichtprogramm.
Abstecher nach Zandvoort: Hundeeis für Mogli im Doggy Beach House
Ein weiterer Ausflug führte uns die Küste herunter ins bekannte Nachbarbad Zandvoort. Die Stimmung ist hier etwas quirliger und bunter als im ruhigen IJmuiden, mit vielen Beach Clubs und einer belebten Promenade. Ein Stopp stand für uns in Zandvoort nämlich ganz oben auf der Liste: das Doggy Beach House. Anders als der Name vielleicht vermuten lässt, liegt die kleine Adresse mitten im Ort. Es ist ein richtig süß gestalteter Hunde-Shop voller Zubehör, Spielzeug und Snacks, in den man Hunde natürlich direkt mit reinbringen darf. Wir sind zu dritt durch die Regale gestöbert, und für Mogli gab es dort das absolute Highlight des Tages: ein speziell hergestelltes Hundeeis direkt in der Waffel. Natürlich war die Eiswaffel im Nu weggeputzt. Es sind genau solche Ausflugsziele, die zeigen, wie herzlich und unkompliziert Urlaub mit Hund in den Niederlanden ist.
Radtour nach Spaarndam: Mit Mogli im Anhänger durch die Polder
Was wäre ein Holland-Urlaub ohne Fahrrad? Wir haben uns vor Ort einfach Räder geliehen – unseren eigenen Hundeanhänger für Mogli hatten wir zum Glück direkt im Gepäck von zu Hause mitgebracht. Da Mogli das Mitfahren im Anhänger schon gut kennt und es absolut liebt, während der Fahrt rauszugucken, saß er entspannt in seinem Wagen und hat neugierig die Gegend beobachtet, während wir in Richtung Spaarndam geradelt sind. E-Bikes sind selbst mit einem Golden Retriever im Anhänger nicht nötig, da dort alles ganz flach ist und es sogar extra Fahrradstraßen gibt.
Die Tour führt auf ebenen Radwegen durch die typische Polderlandschaft – vorbei an Wiesen, schmalen Kanälen und alten Windmühlen. Das Ziel Spaarndam ist ein kleines, historisches Schleusendorf, das sich seinen alten Charme komplett bewahrt hat. Überall stehen alte Reetdachhäuser und kleine Schiffe liegen am Wasser. Wir haben im Eetcafe Spaarndam auf der Terrasse direkt am Wasser Pause gemacht. Auch hier brauchten wir gar nicht nach Wasser zu fragen – der Napf und eine kleine Belohnung für Mogli standen schneller auf dem Tisch als unsere eigene Bestellung. Die Tour war für uns eine der schönsten Unternehmungen des ganzen Trips.
7-Tage-Plan: Unser Routenvorschlag für euren Urlaub
Damit ihr euren Trip perfekt planen könnt, habe ich unsere Erlebnisse in einem übersichtlichen 7-Tage-Plan für euch zusammengefasst:
Tag 1: Anreise, Gemütliches Ankommen & Einkaufen Nach der Anreise geht es erst einmal entspannt ans Auspacken im Basecamp. Wichtiger Tipp für den ersten Tag: In holländische Supermärkte dürfen Hunde aus hygienischen Gründen leider nicht mit hinein. Mogli hat brav und entspannt im Airbnb auf uns gewartet, während wir den Ersteinkauf erledigt haben.
Tag 2: Hafenatmosphäre & Erkundung in IJmuiden Am zweiten Tag haben wir uns den imposanten Hafen von IJmuiden angeschaut. Ein Spaziergang entlang der gewaltigen Schleusenanlagen, der Mole und der Hafenbecken gibt spannende Einblicke in das maritime Leben der Region.
Tag 3: Tagesausflug nach Haarlem Auf in die „kleine Schwester von Amsterdam“: Bummelt durch die historischen Gassen, genießt einen Kaffee am Grote Markt und erkundet entspannt die versteckten Hofjes und Grachten.
Tag 4: Küstenflair & Hundeeis in Zandvoort Ausflug ins Nachbarbad Zandvoort. Neben Strandzeit lohnt sich der Abstecher in den Ortskern zum Doggy Beach House, wo auf euren Vierbeiner ein leckeres Hundeeis in der Waffel wartet.
Tag 5: Radtour durch die Polder nach Spaarndam Mietet euch Fahrräder, packt euren Hundeanhänger ein (oder leiht euch einen aus) und radelt durch die typisch holländische Landschaft nach Spaarndam. Krönt die Tour mit einer Pause auf der Terrasse des Eetcafe Spaarndam.
Tag 6 & 7: Schietwetter, Seeluft & Dünenspaziergänge Auch wenn das Wetter mal etwas regnerischer wird: Das gehört an der Nordsee einfach dazu! Regenjacke an, Hund an die Leine und ab durch die Dünen sowie an den breiten Sandstrand. Die frische Brise tut unglaublich gut und verzaubert den Abschluss der Reise.
Fazit: Warum IJmuiden für uns der perfekte Spot für den Hundeurlaub ist
Unser Fazit fällt durchweg positiv aus: Ein Urlaub mit Hund in IJmuiden bietet genau die richtige Balance. Wer einfach nur Ruhe, Strand und Natur sucht, findet direkt vor der Tür des Basecamps alles, was er braucht. Wer zwischendurch etwas erleben möchte, ist in wenigen Minuten in wunderschönen Orten wie Haarlem, Zandvoort oder Spaarndam. Für uns als kleines Gespann aus mir, meinem Verlobten und Mogli war es eine rundum entspannte Zeit. Wir würden jederzeit wiederkommen!